Im Rahmen des MUS-E®-Projektes Saarland durfte eine 3. und eine 4. Klasse der Pestalozzischule in Elversberg mit der finanziellen Unterstützung des Sponsors Postcode-Lotterie für 6 Monate an ganz besonderen Workshops teilnehmen: Jeden Dienstag kam der berühmte Filmregisseur und Produzent Camillo Berstecher in zwei Klassen – und verwandelte sie in ein Filmstudio!
 
Die Kinder der vierten Klasse lernten zunächst, was ein Film überhaupt ist und wie viel Arbeit und Kreativität hinter einer einzigen Szene stecken. Schnell wurde klar:
Filme entstehen nicht einfach so – sie werden geplant, geschrieben, gespielt, gefilmt und geschnitten!
 
In der dritten Klasse wurde ausprobiert, wie man mit dem iPad selbst gezeichnete Bilder zur Bewegung bringen kann. Nachdem alle Bilder „zum Leben erweckt wurden“, dachten sich die Kinder zusammen mit Camilo eine Geschichte aus, die sie am Ende des Projektes stolz den anderen Klassen per Beamer und Leinwand präsentierten. Die Kinder der vierten Klasse überlegten sich parallel dazu ein Drehbuch zum Oberthema „Zauberworte“ und erfanden eine Geschichte, in der Themen wie Umwelt, Kinderrechte und Gemeinschaft vorkommen sollten.
 
Mit viel Begeisterung entstanden Szenen, Dialoge und Charaktere. Es wurden Rollen verteilt und Charaktere erstellt. Camillo stand dabei jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und half bei allen Fragen weiter. Die Dreharbeiten nahmen die meiste Zeit in Anspruch. Szenen mussten aus verschiedenen Perspektiven gefilmt werden – manchmal sogar nur einzelne kleine Momente – damit am Ende alles perfekt zusammengeschnitten werden konnte. Dabei lernten die Kinder, wie wichtig Geduld, Teamarbeit und Genauigkeit sind.
 
Nachdem alle Szenen abgedreht waren, ergänzte der Regisseur sie durch tolle Special Effects zu einem tollen Film, der schließlich auch beim Filmfest „Creajeune“ eingereicht und als einer von 15 Filmen prämiert wurde.
 
Zum krönenden Abschluss des Projektes wurden alle Klassen der Pestalozzischule am 27.01.2026 zur Präsentation der Geschichte aus den selbst gezeichneten animierten Bildern sowie zur großen Kinovorstellung des Films „Das magische Portal“ eingeladen. Mit Popcorn, Eintrittskarten, aufgeregten Schauspielerinnen und Schauspielern und ganz viel Applaus wurde der Abschluss beider Projekte von Kindern und Lehrkräften gefeiert.
 
Alles in allem lernten die Kinder an ihren selbst erstellten Film-Projekten, wie viel Absprachen, Proben, Besprechungen und Vorarbeiten für wenige Minuten Film notwendig sind – eine Erfahrung, die ihnen sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird!
(A. R.)